Viele unserer Kunden fragen sich, was eigentlich hinter einer perfekten Lieferpizza steckt. Wie schafft es Call a Pizza, dass die Pizza noch heiß, knusprig und frisch riecht, wenn sie an der Haustür ankommt? Was passiert in unserer Küche, bevor der Lieferfahrer losfährt? Heute nehmen wir Sie mit auf eine exklusive Reise hinter die Kulissen unseres Betriebs in Berlin-Mitte – und zeigen Ihnen, wie aus einfachen Zutaten jeden Tag Hunderte von Pizzen entstehen, die unsere Kunden begeistern.
Der Morgen beginnt vor dem ersten Kunden
Was die meisten nicht wissen: Unser Arbeitstag beginnt bereits um 7:30 Uhr morgens – drei Stunden bevor wir die ersten Bestellungen annehmen. Der früheste Moment gehört der Teigzubereitung. Unser Chefteig folgt einem Rezept, das auf einer neapolitanischen Familientradition basiert und das wir über Jahre hinweg für den deutschen Geschmack verfeinert haben.
Der Teig besteht aus nur vier Zutaten: Weizenmehl Tipo 00, gefiltertes Wasser, Meersalz und eine geringe Menge frischer Hefe. Das klingt einfach – ist es aber nicht. Die genaue Wassertemperatur, die Knetdauer und vor allem die Ruhezeit von mindestens 24 Stunden sind entscheidend für Textur und Geschmack. Wir arbeiten also immer einen Tag im Voraus: Der Teig von heute wird erst morgen zu Ihrer Pizza.
"Ein guter Teig braucht Zeit und Respekt. Wer die Fermentation überstürzt, verliert den Charakter der Pizza. Bei uns kommt keine einzige Kugel in den Ofen, die nicht die nötige Reife hat."
Von der Teigkugel zur fertigen Pizza
Portionierung und Stückgare
Gegen 9:00 Uhr beginnt das Team mit der sogenannten Portionierung: Der fertig gegangene Hauptteig wird in präzise abgewogene Kugeln zu je 280 Gramm geteilt – jede Kugel ergibt exakt eine 30-cm-Pizza. Diese Teigbälle werden einzeln in geölte Behälter gelegt und noch einmal für zwei Stunden zur sogenannten Stückgare gestellt. In dieser Phase entspannt sich das Gluten, was das spätere Ausziehen von Hand deutlich erleichtert.
Das Ausziehen – eine Handwerkskunst
Bei Call a Pizza wird kein Nudelholz benutzt. Jede Pizza wird von Hand ausgezogen – das ist kein Marketing-Trick, sondern handwerkliche Notwendigkeit. Ein Nudelholz würde die Luftblasen im Teig zerstören, die für die typisch lockere Kruste verantwortlich sind. Unsere Pizzabäcker trainieren Monate, bis sie einen Teig gleichmäßig auf die richtige Dicke ziehen können, ohne ihn zu reißen.
Jede Pizza wird sorgfältig von Hand belegt – frische Zutaten, keine Kompromisse.
Die Zutaten: Qualität ist keine Verhandlungssache
Der beste Teig nützt nichts, wenn die Zutaten mittelmäßig sind. Deshalb haben wir bei der Zutatenbeschaffung klare Grundsätze entwickelt, von denen wir nicht abweichen:
- Tomatensauce: Ausschließlich aus San-Marzano-Tomaten (D.O.P.) aus dem Agro Nocerino-Sarnese in Süditalien – keine Konzentrate, keine Zusatzstoffe.
- Mozzarella: Frischer Fior di Latte aus der Molkerei, täglich geliefert. Für unsere Büffel-Mozzarella-Spezialitäten verwenden wir originale Mozzarella di Bufala Campana D.O.P.
- Gemüse: Saisonale Produkte aus regionalen Berliner Lieferanten – wann immer möglich in Bio-Qualität.
- Fleischbeläge: Salami, Prosciutto und Speck stammen ausschließlich von deutschen Metzgereien, die nach höchsten Tierwohl-Standards arbeiten.
- Olivenöl: Kaltgepresstes Extra-Vergine-Olivenöl aus Apulien für das finale Finishing vor dem Backen.
Jeden Dienstag und Freitag findet unsere Wareneingangskontrolle statt, bei der alle frischen Zutaten geprüft werden. Produkte, die unseren Standards nicht entsprechen, werden zurückgegeben – kompromisslos.
Der Ofen: Das Herzstück der Pizzeria
In unserer Küche steht ein professioneller Steinofen, der auf konstant 380 bis 420 Grad Celsius erhitzt wird. Bei dieser Temperatur backt eine Pizza in nur 90 bis 120 Sekunden durch – ein Vorgang, der höchste Konzentration erfordert. Zu kurz gebacken, und der Boden ist noch zäh. Zu lang, und der Rand verbrennt, während der Belag austrocknet.
Unser Ofenmeister, Diego, hat sieben Jahre in Neapel gelernt, bevor er zu unserem Team stieß. Er kennt seinen Ofen in- und auswendig: Er weiß, welche Stellen heißer sind, wie die Zugluft die Hitzeverteilung beeinflusst und wann der Ofen seine optimale Betriebstemperatur erreicht hat. Jede Pizza wird während des Backens einmal gedreht – von Hand, mit einer langen Holzschaufel, der sogenannten Pala.
Direkt aus dem Steinofen: Die hohe Temperatur sorgt für die charakteristisch knusprige Kruste.
Von der Küche zur Haustür: Die Logistik des Lieferbetriebs
Das Bestellsystem
Sobald eine Bestellung über unser Online-System eingeht, erscheint sie gleichzeitig auf dem Küchendisplay und beim Lieferteam. Unsere Software priorisiert Bestellungen automatisch nach Lieferdistanz und geschätzter Backzeit – so stellt sie sicher, dass eine Pizza, die 5 Kilometer entfernt geliefert werden muss, früher in den Ofen kommt als eine, die nur 1 Kilometer entfernt ist.
Verpackung und Wärmeerhalt
Die fertige Pizza kommt direkt aus dem Ofen in unsere speziell entwickelten Doppelwand-Kartons – eine Eigenentwicklung, die wir gemeinsam mit einem Berliner Verpackungsunternehmen erarbeitet haben. Der Karton hat eine perforierte Innenlage, die Dampf ableitet und verhindert, dass der Boden durch Kondensation aufweicht. Gleichzeitig hält die äußere Isolierschicht die Wärme für bis zu 25 Minuten.
Unsere Lieferfahrer transportieren die Pizzen in speziell isolierten Thermotaschen, die auf 60 Grad vorgewärmt werden, bevor sie beladen werden. Das klingt vielleicht übertrieben – aber für uns ist eine Pizza, die lauwarm ankommt, keine Option.
Das Lieferteam
Unser Lieferteam besteht aus acht festen Fahrern, die alle Berlin-Mitte und die umliegenden Stadtteile wie ein Taxi-Fahrer kennen. Neue Fahrer durchlaufen ein zweiwöchiges Einarbeitungsprogramm, das neben der Routenkenntnis auch Kundenservice und den richtigen Umgang mit heißen Lebensmitteln umfasst. Der Durchschnitt unserer Lieferzeit liegt bei 28 Minuten – eine Zahl, auf die wir besonders stolz sind.
Qualitätskontrolle: Was der Kunde nie sieht
Was viele Kunden nicht sehen, ist die tägliche Qualitätsrunde, die unser Küchenchef jeden Mittag vor der Hauptöffnungszeit durchführt. Dabei werden mehrere Testpizzen gebacken und bewertet: Ist der Teig gleichmäßig gegangen? Stimmt der Salzgehalt der Sauce? Hat der Käse die richtige Schmelztemperatur erreicht? Diese Qualitätspizzas werden entweder an das Team verteilt oder an eine lokale Tafel gespendet – weggeworfen wird bei uns grundsätzlich nicht.
Zusätzlich führen wir einmal im Monat ein Blind-Tasting durch, bei dem neue Rezepte oder Zutatenänderungen anonym bewertet werden – ohne dass die Tester wissen, was sie probieren. Diese Methode hat uns schon mehr als einmal davor bewahrt, eine vermeintlich „bessere" Zutat einzuführen, die im direkten Vergleich schlechter abschnitt.
Nachhaltigkeit im Alltag
Unser Betrieb erzeugt Abfälle – das lässt sich nicht vermeiden. Aber wir arbeiten aktiv daran, diese zu minimieren. Teigrest-Abfälle werden zu Grissini oder Focaccia verarbeitet, die wir als kostenlose Zugabe in Bestellungen legen. Gemüseabschnitte fließen in unsere täglich frisch gekochte Suppenbasis. Die Kartons und Verpackungen bestehen zu 100 % aus recyceltem Material und sind selbst vollständig recycelbar.
Seit 2024 beziehen wir außerdem 100 % Ökostrom für unsere gesamte Küche und die Büroräume. Der Wechsel hat unsere Betriebskosten kurzfristig leicht erhöht – aber er war eine Entscheidung, die für uns keine Diskussion erforderte.
Fazit: Pizza ist Teamarbeit
Eine gute Lieferpizza ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von Planung, Erfahrung, gutem Handwerk und einem Team, das täglich sein Bestes gibt. Wenn Sie das nächste Mal eine Pizza bei Call a Pizza bestellen, wissen Sie jetzt, was dahintersteckt: der Teig von gestern, die Tomaten aus Kampanien, die Hände unserer Pizzabäcker und die Geschwindigkeit unserer Fahrer.
Wir sind stolz auf das, was wir jeden Tag tun – und wir freuen uns darauf, Sie mit unserer nächsten Pizza zu überzeugen.